Freuen Sie sich auf die neue Sonderausstellung? - Kunst der unterschiedlichen Empfindungen
Drei Maler und ihr Publikum in den 1950er und 1960er Jahren
Carl Ludwig Loreck (1898 – 1991), Rolf Cavael (1898 – 1979), Hans Otto Buchner (1909 – 1972)
11. Februar bis 7. Juni 2026
Die Ausstellung stellt in über 120 Werken drei Lebenswege und drei verschiedene Kunstauffassungen mit Fokus auf der Nachkriegszeit und den 1950er und 1960er Jahren vor. Das Werk und die Biographien von Carl Ludwig Loreck, Rolf Cavael und Hans-Otto Buchner laden gerade in ihrer Unterschiedlichkeit dazu ein, über Kunst, den Kunstbetrieb und auch über die Käufer und Rezipienten nachzudenken: Was erzählt Kunst über Zeit und Gesellschaft, wenn romantische Natur-Idylle, radikale Abstraktion und auch die Freiheit, sich gerade nicht auf einen Stil festzulegen, parallel ihr eigenes Publikum finden.
Denken über die Dinge – Kunst-Interventionen II
11. Februar bis 8. November 2026
Drei KünstlerInnen – die Keramikerin Stephanie Borchardt (Garmisch-Partenkirchen), der Gestalter und Schreinermeister Christoph Leuner (Garmisch-Partenkirchen) und der Maler und Poet Günter Nosch (Weilheim) – treten in einen spannenden Dialog mit der Sammlung des Museums. Dabei ist das gemeinsame Thema das Nachdenken über den Sinn und die Form von Objekten.
Günter Nosch nennt sein Projekt „Duden dichten“. Dafür werden rund 50 Exponate der Sammlung, die ständig ausgestellt sind, wortspielerisch neu betitelt und in der Kürze und Anmutung des Dudens scheinbar sinnvoll erklärt. Neben der Lust am Spiel ist das Ziel, unsere Sichtweise auf den Kopf zu stellen. Einzelne ausgewählte Werke auf Glas, Holz und Karton werden gleichzeitig in den Kontext der Sammlung gestellt. Christoph Leuners Skulptur-Gefäße – er selbst bezeichnet sie als Hohl-Körper - treten in Form und Funktion in Kommunikation mit der ständigen Sammlung. Es geht ihm um das Nachdenken über Volumen, Formen, Materialität, Bearbeitung und nicht zuletzt die Bedeutung von Objekten. Seit 35 Jahren lotet er die Grenzen zwischen Offensichtlichem und Verborgenen aus, das macht die Gegenüberstellung mit den historischen Objekten so spannend.
Die Keramikerin Stephanie Borchardt erweitert und spiegelt den historischen Bestand der Gebrauchsgefäße des Museums durch ihr Geschirr aus Steinzeug. Sie nimmt in ihren Arbeiten historische Formen und Handwerkstechniken auf, gestaltet aber gleichzeitig klar erkennbar, individuell und zeitgenössisch. Für diese Ausstellung entwickelte sie eine eigene Serie mit in Ton gebrannten fotografischen Elementen.
Die Interventionen irritieren die Sehgewohnheiten und eröffnen neue Assoziationen – sozusagen einen frischen Blick auf historische Objekte und ermöglichen so ein dialogisches Museumserlebnis über das gesamte Jahr.
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